8. März 2026. Deutschlandweit. 100.000 Männer gegen Gewalt. #männergegengewalt
Wir rufen Männer in Deutschland dazu auf, sichtbar Position zu beziehen.
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„Gewalt gegen Frauen ist ein Männerproblem, kein Frauenproblem“, sagt Annelie Runge.
Die 82-jährige Filmemacherin war die erste Frau in Deutschland, die wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz geklagt hat – zu einer Zeit, in der es weder Vorbilder gab noch Beratungsstellen, die ihr hätten sagen können: „Das, was dir passiert, ist Unrecht.“ Sie musste sich selbst erklären, selbst kämpfen, selbst aushalten.
Heute sagt sie: Sie geht nicht mehr demonstrieren, solange wir nicht 100.000 Männer finden, die mit ihr auf die Straße gehen.
Ihre Botschaft ist klar: Wir brauchen nicht noch mehr Frauen und FLINTA Personen, die sagen, dass Gewalt gegen sie falsch ist. Wir brauchen Männer, die sagen, dass die Gewalt, die ihre Geschlechtsgenossen ausüben falsch ist.
Unser Anliegen:
Wir rufen Männer in Deutschland dazu auf, am 8. März 2026 (Weltfrauentag) sichtbar Position zu beziehen.
Wir schließen uns den bestehenden Demonstrationen in allen großen Städten an und fordern explizit die Präsenz von Männern – nicht als nette Begleitung im Hintergrund, nicht als moralische Kulisse, sondern als Menschen, die Verantwortung übernehmen für ein Problem, das in erster Linie in Männerräumen entsteht. Gewalt gegen Frauen passiert in heterosexuellen Beziehungen, in Familien, in Unternehmen, in Kneipen, in Vereinen, in Chatgruppen.
Und sie hört nicht auf, solange andere Männer schweigen. Wir veröffentlichen Treffpunkte in den Städten. Kommt hin. Bringt ein Schild. Steht mit uns. Zeigt euch laut.
Weitere Infos folgen!
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Eine Initiative von:
Annelie Runge
Annelie Runge ist Filmemacherin, Autorin und Forscherin. Sie hat als eine der frühesten öffentlich sichtbaren Stimmen gegen sexuelle Belästigung in Deutschland Geschichte geschrieben. Zu einer Zeit, in der es dafür weder Sprache noch Schutz gab. Sie fordert heute deutlich, dass Männer Verantwortung übernehmen, statt Frauen*, die gesamte Last der Aufklärung, Wut und Gefahr zu überlassen.
Dr. Franziska Saxler
Franziska Saxler ist Psychologin, Forscherin und Autorin des Buches „Er hat dich noch nicht mal angefasst“. Sie arbeitet zu psychischer und sexualisierter Gewalt, Machtmissbrauch und den unsichtbaren Formen von Übergriffen, die oft nicht benannt werden, weil sie „nicht schlimm genug“ seien. Ihr Fokus: Wie funktionieren Machtstrukturen – auch in Institutionen wie Universitäten, Medien, Kliniken – und wie kann man Betroffene schützen, bevor es zur Eskalation kommt.
Jessica Mathieu
Jessica Mathieu ist Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Arbeits- und Sozialrecht und Diskriminierung. In diesem Rahmen berät sie Betroffene von Belästigung, psychischer Gewalt und strukturellem Machtmissbrauch – und kennt die Barrieren sehr genau, die Betroffene davon abhalten, rechtliche Schritte zu gehen. Ihre Arbeit zeigt: Das Problem ist nicht, dass Frauen „zu emotional“ sind. Das Problem ist, dass die Strukturen Männer schützen und Frauen zum Schweigen bringen.
